EINE NEUE RAUCHEPOCHE - DIE ZIGARETTE

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Bekannt wurde der etwas "andere" Rauchgenuss im Krimkrieg von 1853-1856. Französische und englische

Soldaten lernten fern der Heimat die Zigarette als völlig neue Art des Rauchens kennen. In der Türkei, aber auch

in Russland war es bereits Mode, fein geschnittenen Tabak in Papier zu schlagen und als Zigarette zu rauchen.

Nach Kriegsende verzichteten die englischen und französischen Truppen nur ungern auf den gewohnt guten

Geschmack der Zigarette. Schnell wurde dafür gesorgt, dass Londoner und Pariser Importeure die ersten

Original-Zigaretten aus Petersburg und Konstantinopel einführten. 

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Die Anfänge der deutschen Zigarettenindustrie fallen in das Jahr 1862. Der deutsch-russische Fabrikant

Josef Huppmann, dessen Firma "Compagnie Laferme" in St. Petersburg ansässig war, gründete eine Filiale

in Dresden. Mit einer aus Russland eingeführten Tabakschneidemaschine begann er in mühevoller Handarbeit

Zigaretten herzustellen. Sein geschmackvolles Produkt erfreute sich bald wachsender Beliebtheit und der Name

"Laferme" sollte hierzulande zu einem jahrzehntelangem Synonym für die Zigarette werden. 

Doch das Rauchen einer Zigarette war lange Zeit ein Privileg der feinen Gesellschaft. Kaum ein anderer konnte

sich sonst diesen besonderen Genuss leisten. Erst neue Techniken bei der Produktion machten es möglich

das begehrte Gut in billiger Massenproduktion herzustellen. Ein Ende des Siegeszuges der Zigarette, der durch

alle Schichten der Gesellschaft führte, ist auch bis heute noch nicht abzusehen.

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